Neuigkeiten aus der Pferdewelt
chronik 08.10.2007
Geschäftsführer Aigner verlässt Hofreitschule
Lipizzaner ans Herz gewachsen
Er verlasse Schule und Gestüt mit einem lachenden und einem weinenden Auge, zumal ihm seine Lipizzaner sehr ans Herz gewachsen seien, sagte Aigner.
Minus in Plus verwandelt
2004 wies die Hofreitschule samt Bundesgestüt Piber ein Minus von 3,4 Mio. Euro aus, das 2005 auf 3,9 Mio. Euro stieg. Im Folgejahr konnten die Verluste auf 821.000 Euro begrenzt und im ersten Halbjahr 2007 in ein Plus von 195.000 Euro verwandelt werden.Deutlich höhere Besucherzahlen
Aigner werde nach dem Ende seiner Geschäftsführertätigkeit der Gesellschaft bis Mitte 2008 als Konsulent zur Verfügung stehen. Wesentliche Etappen in Aigners Tätigkeit waren die Errichtung der Lipizzanerwelt Piber, die Gründung der Ausbildungsakademie für den Bereiternachwuchs und der Umbau der Stallungen in Wien und Piber. So konnten die Besucherzahlen in Wien zwischen 2005 und 2007 von 174.314 auf rund 231.000, in Piber von 50.804 auf rund 90.000 gesteigert werden.-------------------------Weitere Meldungen-------------------------
Fotos der großen Lipizzaner Show in Lipica





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Piber meets Vienna - Lipizzanergestüt Piber zu Gast in Wien
Das gab es noch nie in der traditionsreichen Geschichte der Spanischen Hofreitschule in Wien: Während der Sommerpause der
berühmten weißen Hengste - ab Anfang Juli - kommen sechs Mutterstuten mit ihren Fohlen nach Wien und werden den zahlreichen
Besuchern aus dem In- und Ausland nie da gewesene Eindrücke vermitteln.
Neben den Jüngsten und ihren Müttern werden auch noch fertig ausgebildete Lipizzaner aus dem Bundesgestüt Piber mit wertvollen,
historischen Kutschen auffahren und in der Winterreitschule im Einspänner, Zweispänner, im Tandem und als Viererzug gezeigt.
Moderiert wird dieses spezielle Sommerprogramm in deutsch und englisch abwechselnd persönlich vom Geschäftsführer der
Spanischen Hofreitschule-Bundesgestüt Piber, Mag. Armin Aigner und dem Gestütsleiter aus Piber, Dr. Max Dobretsberger.
Die zu diesem Zeitpunkt etwa 3 Monate alten Fohlen wird man aber nicht nur am Vormittag bei ihrem "Training" bewundern können,
sondern jeweils vom 3. bis 8. Juli und vom 10. bis inklusive 13. Juli in der Zeit von 17.30 bis 19.00 Uhr beim Auslauf in der
Sommerreitbahn. Dieser Reitplatz befindet sich im Innenhof der Spanischen Hofreitschule direkt in der Hofburg - und wird
ebenso erstmalig zum "Kinderzimmer" für die zukünftigen Stars der Hofreitschule.
3. - 14. Juli 2007, Dienstag bis Samstag, 11.00 bis 12.00 Uhr
Kartenpreis: Sitzplätze € 13,- bis € 26,-, Stehplätze € 9,-
3. - 8. und 10. - 13. Juli 2007, 17.30 bis 19.00 Uhr
Kartenpreis: Erwachsene € 3,-, Senioren und Studenten € 2,-,
Kinder u. Schüler € 1,50, Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren
Kartenbüro der Spanischen Hofreitschule,
Tel: 0043 1 533 90 31, E-mail: tickets@srs.at
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Piber: Einige Lipizzaner-Stuten leiden an Deckinfektion
Die Krankheit sei gut mit Antibiotika behandelbar, eine Gefahr für die Tiere bestünde nicht, bestätigte das Bundesgestüt.
In der Spanischen Hofreitschule in Wien und im Bundesgestüt Piber in der Weststeiermark herrschen seit einiger Zeit strenge
hygienische und veterinärmedizinische Vorsorgemaßnahmen.
Der Grund: Bei einigen Pferden gebe es eine so genannte "Deckinfektion",
eine bakterielle Erkrankung. Dies wurde seitens der Hofreitschule bestätigt, von einer "Seuche" könne man aber nicht reden, so eine Sprecherin.
Die Infektion führe auch nur bei den Stuten bei Ausbruch der Erkrankung zu einer Gebärmutterentzündung.
In Piber seien eine "Hand voll Pferde" in der Veterinärstation isoliert.
Deckinfektion.
Laut Sprecherin Barbara Sommersacher seien bei einigen Pferden CEM-Krankheitskeime festgestellt worden.
CEM (Contagious equine metritis) sei eine ansteckende Deckinfektion des Pferdes und für Menschen vollkommen ungefährlich.
Dieser Infekt wird beim Decken vom Hengst auf die Stute übertragen. Bei Ausbruch der Krankheit komme es bei Stuten üblicherweise zu einer
Gebärmutterentzündung und damit zu einem Rückgang der Fruchtbarkeit. Diese Infektionskrankheit, die seit 1977
immer wieder in verschiedenen europäischen Ländern - bisher seien Großbritannien, Skandinavien, Belgien, Ungarn und Slowenien
betroffen gewesen - auftritt, sei tierseuchenrechtlich in Österreich nicht meldepflichtig.
Überträger.
Die Hengste sind dabei lediglich Überträger, ohne selbst zu erkranken. Der Erreger kann sowohl bei Hengsten als auch
bei Stuten auf den Genitalschleimhäuten monatelang, manchmal Jahre lang vorhanden sein, ohne dass jemals klinische Symptome auftreten
würden, hieß es. In Piber seien vor einigen Wochen die Keime bei einer Routineuntersuchung an einem Pferd nachgewiesen worden, das
verkauft hätte werden sollen und nicht im Zuchteinsatz gewesen sei. Bei der Untersuchung des gesamten Tierbestandes in Piber und
Wien seien in beiden Betrieben Keimträger nachgewiesen worden.
Krankheit.
Die Krankheit selbst sei gut heilbar und führe bei den Stuten auch nicht zur Unfruchtbarkeit, so Sommersacher,
sondern nur dazu, dass entweder keine Befruchtung stattfinde oder die Stute einen Abortus habe. Dadurch falle sie lediglich
für eine Zuchtperiode, also rund ein Jahr aus. Man habe einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, um den Tierbestand über die Sommermonate
zu "sanieren". Da die Hengste nur Keimträger seien, sei das Programm der Hofreitschule nicht beeinträchtigt.